11. Juni 2018

Gmünder Bäume brauchen Freunde

Hainbuche am Josefsbach kämpft ums Überleben

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat einen Arbeitskreis Baumschutz gegründet, der sich in Schwäbisch Gmünd für prägende Stadtbaüme stark macht und sich für mehr Grün in allen Stadtvierteln einsetzt. Beim ersten Treffen im Gasthaus Neue Welt waren 15 Aktive dabei, die sich ein breites Spektrum an Aktionen vorgenommen haben.

Eine grüne Stadt in heißen Zeiten: Viele Menschen suchen in diesen Tagen gerne den Schutz von Grünanlagen und den kühlenden Schatten großer Bäume auf. Doch viele der oft über hundert Jahre alten Baumriesen kämpfen um ihr Überleben, bedrängt durch Hitzestress, eingeengt durch Asphalt, Schädigungen durch rücksichtslose Bauarbeiten wie am Zeiselberg und der Konkurrenz von Siedlungs und Verkehrsflächenentwicklung.
Immer mehr straßenbegleitende Bäume werden wie der Baumbestand an der Uferstraße kaum einmal mehr 60 Jahre alt weil sie vorher so schwere Schäden aufweisen, das sie gefällt und ersetzt werden müssen. Aus Teilen der Innenstadt wie zum Beispiel dem Johannisplatz wurden prägende Bäume entfernt um mehr Platz für Veranstaltungsflächen zu gewinnen oder durch Kleinbäume ersetzt, die den Blick auf historische Bauten freihalten.
"Der Arbeitskreis wird daher Vorschläge erarbeiten, wie wir Bäume und anderes Stadtgrün auch zum Wohle der Anwohner und Kunden zurück in die historische Altstadt und andere unterversorgte Quartiere bringen," so Andreas Mooslehner vom BUND, „wir werden dazu den Dialog mit öffentlichen und privaten Entscheidungsträgern wie Wohnungsbaugesellschaften oder Kirchen führen. Kein überzogener Eingriff soll mehr hingenommen werden: Ein Vor-Ort-Termin mit dem Regierungspräsidium Stuttgart, das für den Kahlschlag an der Rems im letzten November letzten Jahres verantwortlich zeichnet, ist bereits terminiert."

Bei den Gemeinderatsfraktionen will man dafür werben, bei städtischen Bauvorhaben künftig verbindliche Standards  für den Schutz von Bäumen zu setzen, bei Bebauungsplänen wertvolle Bestandsbäume und Streuobstwiesen zu integrieren und eine Baumschutzsatzung zu erlassen.
Aber auch in Sachen Umweltbildung möchte man aktiv werden - Möglichst noch rechtzeitig zur Remstalgartenschau soll ein Gmünder Baumpfad mit den schönsten Bäumen und Alleen fertig werden. Der Arbeitskreis sucht noch Mitwirkende und finanzielle Unterstützer - das nächste Treffen findet am Montag, den 23 Juli um 19 Uhr in der Grabenallee, Treffpunkt Schillersteg statt. Kontakt BUND Tel.: 07361 5559773, Email: bund.ostwuerttemberg@bund.net




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