Atomkraftwerk Neckarwestheim

Entfernungen:
Ellwangen- Neckarwestheim 70 km
Aalen-Neckarwestheim 70 km
Schwäbisch Gmünd-Neckarwestheim 52 km
Heidenheim-Neckarwestheim 81 km

Das Atomkraftwerk Neckarwestheim liegt knapp 15 Kilometer südlich von Heilbronn, 1 Kilometer vom Ort Neckarwestheim entfernt. Dort stehen zwei Druckwasserreaktoren. Der Reaktor I wurde nach der Katastrophe von Fukushima stillgelegt. Der größere Reakorblock GKN II soll noch bis Ende 2022 betrieben werden.

Aufgrund der geologischen Beschaffenheit des Untergrunds ist die Standsicherheit des AKWs höchst umstritten, Hohlräume könnten einbrechen und mögliche Erdbeben verstärken. Das AKW ist zudem nicht umfassend gegen Terrorangriffe oder Flugzeugabstürze gesichert und auch die Notstromversorgung ist nicht hinreichend unabhängig.

Als einziges AKW in Deutschland gibt es am Standort Neckarwestheim eine Transformatorenstation mit der die spezielle Bahnstromfrequenz für die Deutsche Bahn AG erzeugt wird.

Die zentralen Argumente zum AKW Standort Neckarwestheim sind im BUND-Flyer zusammen gefasst.

Steckbrief zum AKW Neckarwestheim II
Typ: Druckwasserreaktor
Netto-Leistung: 1.365 MW
Inbetriebnahme: 15.04.1989
Laufzeitende nach "Atomausstieg 2011": 31.12.2022

Rund 30 Tonnen zusätzlicher hochradioaktiver Atommüll pro Jahr
Betreibergesellschaft: EnBW Kernkraft GmbH
(Mehrheitseigentümer: Land Baden-Württemberg)
Ernsthafte Störfälle: 35 meldepflichtige Ereignisse seit 2000, drei wurden als Störung (Stufe 1) gemäß der INES Skala bewertet.

Steckbrief zum AKW Neckarwestheim 1 (abgeschaltet am 15.03.2011)
Typ Druckwasserreaktor
Netto-Leistung 785 MW
Inbetriebnahme 01.12.1976
EnBW Kernkraft GmbH
58 meldepflichtige Ereignisse seit 2000, fünf wurden als Störung (Stufe 1) gemäß der INES-Skala.
Rückbau - bislang unklar.

Standortzwischenlager
Seit 2006 gibt es ein unterirdisches Zwischenlager, in dem bis zu151 Castor-Behälter eingelagert werden. Bislang sind 41 Castoren eingelagert.Die EnBW wollte 2008 Strommengen von Block II auf Block I übertragen, weil Block I nur noch eine geringe Reststrommenge zur Verfügung steht. Dies wurde vom Bundesumweltministerium abgelehnt, da der erste Block I noch unsicherer ist als der zweite Block. Die EnBW klagte gegen diesen Bescheid beim VGH Mannheim. Um Block I weiter am Netz halten zu können, hat die EnBW den Betrieb von Block I stark gedrosselt. Durch die im Oktober 2010 beschlossene Laufzeitverlängerung der Bundesregierung, hätten die Reaktoren noch bis 2019 und 2036 weiter betrieben werden dürfen. Aufgrund der dramatischen Ereignisse im japanischen AKW Fukushima wurde jedoch in Deutschland ein Moratorium für Altmeiler bis Mitte Juni 2011 verhängt, worauf Block I abgeschaltet wurde und nicht mehr ans Netz gehen soll. Fraglich bleibt weiter, was mit Block II nach Ablauf der Frist geschieht.

In einer Kurzexpertise im Auftrag des BUND (Stand 2011)wurden die Sicherheitsprobleme der AKW in Baden-Württemburg analysiert.  Ein BUND-Hintergrund (Stand: 2006)  zum AKW Neckarwestheim I stellt die Probleme und Risiken ausführlich vor.



Kontakt

BUND Regionalgeschäftsstelle Ostwürttemberg
Gmünder Str.9
73430 Aalen
Telefon: 07361 555 9773

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