Schmetterlinge sind gefährdet

Sonne, Wärme und eine abwechslungs- und blütenreiche Vegetation locken Schmetterlinge an. Viele Falterarten brauchen eine Vielfalt an Pflanzenarten, da sie während des Raupenstadiums ein breites Spektrum an Fraßpflanzen nutzen. Schmetterlingsarten, deren Raupen nur eine Fraßpflanzenart aufsuchen, sind besonders in ihrer Entwicklung gefährdet. Sind zudem verbliebene Fraßpflanzen durch synthetische Herbizide in der Landwirtschaft und im Hausgarten dezimiert, kann die komplexe Entwicklung Ei - Raupe - Puppe - Falter nicht mehr vollständig ablaufen. Auch synthetische Dünger und Torfprodukte können für Raupen und Schmetterlinge giftige Stoffe enthalten. Sie wegzulassen, schadet nicht einmal der Gartenpracht, denn die meisten Schmetterlingspflanzen wachsen ohnehin am besten auf mageren, das heißt nährstoffarmen Böden.

Leider müssen immer mehr Naturlandschaften dem Bau von neuen Wohngebieten und Straßen weichen. Die Gefahr der Verinselung von Lebensräumen besteht, wenn Schmetterlingswiesen zu weit entfernt voneinander stehen. Biotopvernetzungen bieten hierzu Lösungen, damit Schmetterlingspopulationen überleben können. Naturnahe Hecken, Brachestreifen, Waldränder und naturnahe Uferrandstreifen stellen Verbindungselemente von Lebensräumen dar. Auch Parks können Faltern als Fluchträume dienen, vorausgesetzt ihre Flora setzt sich vorwiegend aus heimischen Pflanzenarten zusammen. Sie dienen den Raupen als Fraßpflanzen und den Faltern als Nektarpflanzen. Zierpflanzen sollten keine gefüllten Blüten haben, da sie dann keinen Nektar enthalten und für Falter nutzlos sind.

Als Grünanlage kann die Landesgartenschau 2014 derzeit in Schwäbisch Gmünd als naturnah gestalteter Landschaftsraum dienen.

 
Dort sind unter anderem diese Schmetterlingspflanzen zu entdecken:

Akelei

 



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