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Regionalverband Ostwürttemberg

Meine Meinung

Was bewegt Sie zum Thema Bäume in Schwäbisch Gmünd?

Stadtbäume in Schwäbisch Gmünd - von Tim-Luka Schwab

Klein und quadratisch: Kastenlinden am Prediger

Ob am Zeiselberg oder am Sebaldsplatz, zur Staufersaga oder für ein neues Altenheim, in Schwäbisch Gmünd kreischen die Motorsägen und die Bäume, allen voran Stadtbäume werden umgemäht wie Zahnstocher.Dabei war dies nicht immer so, anhand von historischen Bildern und Postkartenansichten kann man zwar nicht wissenschaftlich belegen, dass die Gesamtpopulation der Stadtbäume in den letzten Jahrzenten in Schwäbisch Gmünd deutlich gesunken ist, ein Vergleich der jeweiligen Bilder mit der heutigen Situation zeigt aber einen eindeutig anhaltenden Rückgang an Stadtbäumen in Schwäbisch Gmünd. Dieses Phänomen kann man beispielsweise anhand des Stadtgartens oder des Marktplatzes beobachten, in beiden Fällen wurden gefällte Bäume nicht oder nur unbefriedigend ersetzt, entweder mit kleinen Zierbäumen oder sogenannten „Kastenbäumen“ die durch die Stadtverwaltung klein gehalten werden.

Dies ist natürlich absoluter Humbug, in Zeiten des anthropogenen, also des vom Menschen geschaffenen Klimawandels, der die durchschnittliche Jahrestemperatur in den nächsten 100 Jahren, deutlich erhöhen wird, Bäume in der Stadt zu fällen, die die Temperatur in ihrer Umgebung bis zu drei Grad und mehr senken können. Durch Verdunstung von großen Wassermengen an heißen Tagen und ihrer natürlichen Funktion als übergroßem Sonnenschirm sind sie zudem Schattenspender an sonnigen Tagen und verhindern somit ein „Aufheizen“ ihrer Umgebung. Selbst Autofahrer müssten sich über Stadtbäume freuen, da diese auch Feinstaub und Stickoxide aus der Luft filtern können, die bekannterweise zu Fahrverboten führen können.Die einzig richtige und auch rationale Entscheidung wäre daher, vermehrt Bäume in der Stadt zu schützen, neu zu pflanzen, Bäume mit Käfigen die vor Autofahrern schützen versehen, Düngemittel anbringen und noch vielem mehr um eine noch lebenswertere Stadt mit sauberer Luft zu schaffen.

Dabei darf aber auch nicht blind und blöd investiert werden, es muss vielmehr den jeweiligen Gegebenheiten sorgfältig angepasst gehandelt werden. Ganz oben auf der Prioritätenliste muss aber stehen, Stadtbäume vor weiteren unnötigen Baumfällaktionen zu schützen, um das Klima der Stadt nachhaltig zu schützen und in zehn Jahren vielleicht Bilder mit einem grüneren Gmünd schaffen zu können. 

Klimaschützer

  • Bäume sind die besten Klimaschützer, denn sie wandeln mit Hilfe von Sonnenlicht Kohlendioxid (CO2) in Sauerstoff um. So entlastet eine ausgewachsene Buche an einem einzigen Sonnentag die Atmosphäre von 18 kg klimaschädlichen CO2.

Staubfilter

  • Bäume reduzieren die Staubbelastungen in der Stadt. In der Luft schwebende Bakterien,Pilzsporen, Feinstäube + andere gesundheitsschädliche Stoffe werden durch die Baumkrone ausgefiltert. Eine 40 Jahre alte Buche filtert 2kg Staub an einem Tag aus der Luft

Lärmschlucker

  • Sommerlich belaubte Kronen dämpfen den Lärm der Stadt. Sie reduzieren durch ihr Blattwerk den Schall – so hat eine 80-jährige Buche rund 800.000 Blätter mit einer gesamten Blattoberfläche von 1.600m², die vor Schall schützen.

Schattenspender

  • Alte Bäume spenden mit ihrem großen Laubdach an Sommertagen unverzichtbaren Schatten in den Straßenschluchten der Stadt. Damit bieten sie nicht nur angenehme Kühlung, sondern schützen uns auch vor intensiver UV-Strahlung.
  • Luftbefeuchter

    • An heißen Hochsommertagen wirken Bäume erfrischend. Ein Baum verdunstet bis zu 400 Liter Wasser am Tag - hierdurch erhöht er die Luftfeuchtigkeit und kühlt seine Umgebung um einige Grad ab.

    Artenschützer

    • Der Baum ist von den Wurzeln bis hin zu den obersten Blättern Lebensraum für unzählige Tierund Pflanzenarten, die hier wie in einem kleinen Universum zusammen leben. Je größer und älter der Baum ist, umso mehr „Untermieter“ beherbergt er.

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