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Regionalverband Ostwürttemberg

Artenschutz - Volksbegehren Rettet die Bienen startet!

20. Mai 2019

Der Rückgang von Bienen, Schmetterlingen, Amphibien, Reptilien, Fischen, Vögeln und Wildkräutern ist alarmierend.

Das Volksbegehren in Baden-Württemberg ist eine konsequente Reaktion der Zivilgesellschaft auf das Insektensterben vor unserer Haustür. „Es summt und brummt immer weniger. Wie Studien belegen, ist die Biomasse der Fluginsekten in den vergangenen dreißig Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. Dies verdeutlicht: Der Handlungsbedarf ist enorm. Auch wenn Baden-Württemberg in den vergangenen Jahren schon viel getan hat, muss noch mehr passieren, um das Artensterben zu stoppen.

Unsere Forderungen:

 50 Prozent Bio-Landwirtschaft

Die ökologische Landwirtschaft ist besser für die Artenvielfalt. Das behaupten nicht (nur) wir, sondern auch die Forscher des Thünen-Instituts. Und die sind die wichtigsten agrarwissenschaftlichen Berater der Bundesregierung. Wir wollen mehr Öko auf dem Land wagen, nicht irgendwann, sondern bald: Die Landesregierung soll die Öko-Landwirtschaft so fördern, dass bis 2025 ein Viertel und bis 2035 die Hälfte aller landwirtschaftlichen Flächen im Ländle ökologisch bewirtschaftet werden.  

Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten

In Baden-Württemberg werden auch auf besonders geschützten Flächen große Mengen an Pestizide ausgebracht. Wir finden, wo Naturschutz draufsteht, soll auch Naturschutz drin sein. Deswegen soll der Pestizideinsatz in besonders geschützten Gebieten verboten werden. Denn die Schutzgebiete sind, wie der Name schon sagt, eigentlich für den Schutz und die Sicherung der heimischen Tier- und Pflanzenarten ingerichtet worden.

Die Halbierung der Pestizide

Nichts gefährdet Feldhamster, Rebhuhn, Biene und Co. mehr als Pestizide. Sie vergiften Beikräuter und „Schädlinge“ – und so die Nahrungsgrundlage für viele Tiere. Außerdem begünstigen Ackergifte artenfeindliche Formen der Landwirtschaft, etwa Monokulturen. Deswegen gibt es nur eine Lösung: Weniger Pestizide braucht das Land. Die Landesregierung soll bis Anfang 2022 einen Plan vorlegen, wie der Anteil der mit Pestiziden belasteten Flächen im Land bis 2025 um die Hälfte reduziert werden kann. 

Schutz der Streuobstwiesen

In keinem anderen Bundesland stehen so viele alte Obstbäume wie in Baden-Württemberg. Für diese einmalige Kulturlandschaft trägt das Land eine besondere Verantwortung. Streuobstwiesen sind von besonderer Bedeutung als Lebensraum für geschützte Arten. Das Volksbegehren fordert einen wirklichen Schutz vor Abholzung. Eine gleiche Forderung hat übrigens im Jahr 1983 schonmal die Landesanstalt für Umwelt vorgeschlagen. Passiert ist seitdem – nichts.

Den genauen, umfänglichen Gesetzestext des Volksbegehrens findet man hier: www.bund-bawue.de/GesetzentwurfRetteDieBiene

 

Der Ablauf des Volksbegehrens ist wie folgt:

 

Schritt 1: Antrag Volksbegehren. Start: 19. Mai

-          mindestens 10.000 Unterschriften der Wahlberechtigten des Landtages (ab 18 Jahre), frei gesammelt auf Formblättern ohne Sammelfrist

www.bund-bawue.de/UnterschreibeRetteDieBiene

-          Überprüfung der Stimmen in den Gemeinden

-          Gesetzentwurf und Begründung

-          Prüfung des Innenministeriums auf Zulässigkeit (max. 3 Wochen)

 

Schritt 2: Volksbegehren. Start: Sommer 2019

-          mindestens 10 % an Unterschriften der Wahlberechtigten des Landtags (ca. 680.000), frei gesammelt oder in Rathäusern auf Formblättern innerhalb von 6 Monaten

 

Schritt 3: Beratung des Landtags

-          Anhörung in den Fachausschüssen

-          Annahme oder Ablehnung des Gesetzentwurfs

 

bei Ablehnung -->  Schritt 4: Volksabstimmung

-          Abstimmung durch das Volk evtl. mit Gegenentwurf des Landtags

-          Zustimmung durch einfache Mehrheit und mind. 20% Wahlbeteiligung

 

Mehr als 60 Verbände unterstützen das Volksbegehren in Baden-Württemberg

Mehr Informationen und Aktionsmaterialbestellung auf der Internetseite https://volksbegehren-artenschutz.de/

Der BUND Ostwürttemberg ruft auch im Ostalbkreis und dem Landkreis Heidenheim dazu auf, das Volksbegehren zum Erfolg zu führen- dazu bedarf es auch in der Region eines breiten Bündnisses und vieler helfender Hände.

Schon einmal hatte sich hier Naturschützer, Imker, Landwirte, Politiker und Bürger zusammengefunden, um erfolgreich gemeinsam für eine gentechnikfreie Anbauregion einzustehen.

Wollen Sie mithelfen? Schreiben Sie eine Mail an bund.ostwuerttemberg(at)bund.net

Im Aalener Büro des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) im 4.OG des Torhauses in der Gmünder Str.9 können Bürger Ihre Unterstützerunterschrift für das jetzt gestartete Artenschutz-Volksbegehren „Rettet die Bienen“ leisten.

An ausgewählten Marktständen mit Bio Angebot in Schwäbisch Gmünd und Aalen liegen Formulare zur Unterschrift aus.
In Schwäbisch Gmünd weiterhin im Unverpackt Laden am Kalten Markt und bei Fresco in der Münstergasse.

Am Samstag, den 25.Mai kann man bei den Marktständen der Grünen in Aalen sowie von Grünen und Linken in Schwäbisch Gmünd unterschreiben. In Ellwangen ist ein Stand von 9-12 Uhr am Fuchsloch aufgebaut.


 

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