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Regionalverband Ostwürttemberg
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Erdüberlastungstag: Seit dem 3.Mai leben wir auf Pump

06. Mai 2019 | Nachhaltigkeit

Derzeit hat die Weltbevölkerung bereits im Sommer alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die unser Planet innerhalb eines Jahres erzeugen kann

Derzeit hat die Weltbevölkerung bereits im Sommer alle natürlichen Ressourcen verbraucht, die unser Planet innerhalb eines Jahres erzeugen kann. Für den Rest des Jahres lebt die Menschheit daher auf Pump. Erdüberlastungstag wird der Tag genannt, ab dem wir für das übrige Jahr mehr Acker- und Weideland, Fischgründe und Wald beanspruchen, als rechnerisch zur Verfügung stehen. Zugleich blasen wir weitaus mehr CO2 in die Luft, als Wälder und Ozeane aufnehmen können. Um ihren Verbrauch zu decken, beansprucht die Weltbevölkerung aktuell 1,7 Erden; Deutschland sogar drei Erden. Verantwortlich sind unser viel zu hoher Energieverbrauch und der Verkehr, die industrielle Landwirtschaft und der Umgang mit unseren Böden. Deshalb findet hierzulande der Earth Overshoot Day bereits im Frühjahr statt. Wenn wir jedoch mehr verbrauchen, als uns rechnerisch zusteht, klauen wir bei anderen. Denn wir lassen die Menschen in anderen Teilen der Erde und zukünftige Generationen mit den Folgen allein: immer mehr Müll, schmelzende Gletscher, Überflutungen, steigender Meeresspiegel. Doch auch in Deutschland sind die Folgen spürbar. Wir können längst nicht mehr so tun, als ginge uns das alles nichts an.

Werner Gottstein, BUND Regionalvorsitzender: „Auch in Ostwürttemberg und den Gemeinden in Kreis Heidenheim und Ostalbkreis wird derzeit noch zu viel Boden versiegelt durch Ausweisung von Baugebieten ohne sozialen Wohnungsbau und das Augenmerk zu sehr auf den Straßenverkehr gerichtet. Gerade hier liegt ein großes CO2-Einsparpotential, wenn endlich der ÖPNV verstärkt ausgebaut würde und nicht nur 4-spurige Straßen“. Der BUND fordert daher die Politik auf schnell in ein Umdenken zu kommen, um die Klimakrise nicht noch weiter zu schärfen und die Klimaziele vom Pariser Klimaabkommen einzuhalten.

Die gute Nachricht lautet: Es geht auch anders! In vielen Städten und Gemeinden wächst das Bewusstsein für Nachhaltigkeit, immer mehr Menschen denken um. Alle können dazu beitragen, ein gutes Leben für alle zu ermöglichen: Vorbei am täglichen Stau gilt es neue Wege zur Arbeit oder Uni mit dem Rad zu erkunden, auf dem Wochenmarkt regionale Lebensmittel und ihre Produzent*innen kennenzulernen oder unbekannte Reiseziele mit dem Zug zu entdecken. Das gute Leben lässt sich am besten gemeinsam gestalten – etwa durch Repair-Cafés oder Tauschbörsen. Keine Steinwüsten in den Vorgärten, sondern Bäume und Büsche pflanzen. Die Natur und Tierwelt wird es ihnen danken.

All dies macht das Leben nicht nur nachhaltiger, sondern auch reicher und schöner für uns und unsere Kinder.

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