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Regionalverband Ostwürttemberg
Regionalverband Ostwürttemberg

Politik hat sich bei der Umgehung B29n und B29a verzockt

05. Juni 2019

Die Umgehungen Pflaumloch und Trochtelfingen werden erst nach einem gesetzlich vorgeschriebenen Linienfindungsverfahren eventuell als Einzelmaßnahmen gebaut werden können.

Der BUND Regionalverband Ostwürttemberg sieht sich darin bestätigt, dass die Umgehungen Pflaumloch und Trochtelfingen erst nach einem gesetzlich vorgeschriebenen Linienfindungsverfahren eventuell als Einzelmaßnahmen gebaut werden können. Seit der Bundesverkehrswegeplan im August 2016 verabschiedet wurde, war es für den BUND Regionalverband Ostwürttemberg klar, dass nur über ein Linienfindungsverfahren die Umgehung Nördlingen bis Röttinger Höhe geplant und dann eventuell gebaut werden konnte. Die Politiker vor Ort über Bürgermeister, Landrat und Abgeordnete träumten bis vor Kurzem davon, dass man die Ortsumfahrungen Pflaumloch und Trochtelfingen noch als Einzelverfahren schnell auf den Weg bringen könnte. Leider haben sich alle Politiker vor den bayrischen Wagen von CSU MdB Ulrich Lange spannen lassen und merkten nicht, dass sie sich dabei total verzockt haben. Welche Blüten das Ganze treibt, sieht man in den Aussagen des MdB Kiesewetter an zwei Veranstaltungen der CDU. In beiden Veranstaltungen, u.a. in Bopfingen gemeinsam mit der bayrischen CSU, wurde eine ganz neue Variante ins Spiel gebracht. Hier wurde wieder von den Umgehungen von der B25 aus Wallerstein kommend über Benzenzimmern, Dirgenheim und Kerkingen bis zur Röttinger Höhe gesprochen (siehe angehängtes Bild). Die Politiker aus Bayern können scheinbar mit allen Varianten leben, Hauptsache das Ries wird an die A7 angeschlossen. Nur bitte nicht als Südumgehung Nördlingen, aber immer als eine große Lösung in Baden-Württemberg.

Die Auswirkungen der sogenannten “großen Lösungen“ bekommt, nach Auffassung des BUND Ostwürttemberg, jetzt auch Ebnat zu spüren. Wurde doch im Bundesverkehrswegeplan die Gesamtstrecke Unterkochen und Ebnat eingereicht. BUND Regionalvorsitzender Werner Gottstein: „Auch hier muss jetzt über ein Linienfindungsverfahren ein Gesamtkonzept gefunden werden, obwohl die Ebnater Umfahrung schon komplett fertig geplant ist.“ Im Bundesverkehrswegeplan 2003 war noch die Ebnater Umfahrung im vordringlichen Bedarf und Unterkochen im weiteren Bedarf angemeldet und eingestellt. Im neuen Plan von 2016 dagegen steht jetzt Unterkochen-Ebnat als Gesamtstrecke ohne Teilprojekte im vordringlichen Bedarf. Auch hier wurde die große Lösung gesucht, in der Hoffnung schnell voranzukommen. Jetzt wird diese Planung zum Bumerang und die Bevölkerung von Ebnat dürfte noch eine lange Zeit auf eine Umgehung warten.

Die örtlichen Politiker haben hoch gepokert und sich damit verzockt zum Schaden der Bevölkerung und Umwelt. Es wird Zeit, dass in der Verkehrspolitik die Karten neu gemischt werden und im Zuge der Klimakrise der Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagert und der Öffentliche Personennahverkehr besser gefördert wird.  

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