Aktionswoche vom 13.-18.04.2026 - Sei dabei!
Kurz vor den Landesgartenschau Ellwangen 2026 möchten wir mit der Aktionswoche "Gemeinsam gegen Kippendreck" nicht nur Ellwangen lebens- und sehenswerter machen, sondern auch Aufmerksamkeit für die Unmengen an durch Zigaretten verursachten Müll im öffentlichen Raum schaffen. Wir freuen uns auf alle Mitstreiter*innen!
Gemeinsam sammeln – gemeinsam etwas bewegen
Während der Aktionswoche sammeln wir gemeinsam Zigarettenkippen im öffentlichen Raum. Ob alleine, mit Freund*innen, der Familie oder als Gruppe – jede gesammelte Kippe hilft, Umwelt und Gewässer zu schützen. Das gemeinsame Sammeln macht sichtbar, wie groß das Problem ist, und setzt ein starkes Zeichen für Verantwortung, Sauberkeit und Naturschutz in Ellwangen.
Infostand: Wissen teilen, ins Gespräch kommen
An unserem Infostand informieren wir über die Folgen von achtlos weggeworfenen Zigarettenkippen für Umwelt und Gewässer. Interessierte erfahren, warum Kippendreck kein Kavaliersdelikt ist, welche Schadstoffe freigesetzt werden und was jede*r konkret dagegen tun kann. Der Infostand bietet Raum für Fragen, Austausch und Gespräche – und macht das Ausmaß des Problems sichtbar.
Abgabestation für gesammelte Zigarettenkippen
An der zentralen Abgabestation können während der Aktionswoche gesammelte Zigarettenstummel abgegeben werden. Die Kippen werden dort sichtbar gesammelt und machen eindrücklich deutlich, wie viel giftiger Müll täglich im öffentlichen Raum landet. Jede abgegebene Kippe zählt – als Beitrag für eine saubere Stadt und als starkes Zeichen für Umwelt‑ und Gewässerschutz im Vorfeld der Landesgartenschau 2026.
November 2025: Bis zu 35.000 Zigarettenkippen gesammelt
Eine beispiellose Gemeinschaftsaktion für Sauberkeit und Naturschutz fand am Samstag, 15. November in Ellwangen statt. Rund 25 Freiwillige, darunter Familien mit Kindern, folgten dem Aufruf der Ellwanger BUND Ortsgruppe und sammelten in und um die Altstadt, am Bahnhof, an Bushaltestellen, auf den Parkplätzen von VARTA und Tegut und auf dem Schießwasen rund 35.000 weggeworfene Kippen. Schon im Vorfeld hatten Schülerinnen und Schüler des Hariolf Gymnasiums und des Peutinger Gymnasiums Kippen gesammelt. 800 gingen allein auf das Konto der Naturschutz AG Peutinger Gymnasiums. Unterstützt wurde die Aktion vom Jugend- und Kulturzentrum Ellwangen (JUZE), der NABU Ortsgruppe Ellwangen, dem Baubetriebshof Ellwangen (BBH) und von den Müllpaten „Saubere Ostalb“ (GOA). Die gesammelten Kippen wurden in einer transparenten Säule am Fuchseck „ausgestellt“, die schnell an ihre Kapazitätsgrenzen kam. Zudem konnten sich Passanten über die Auswirkungen von weggeworfenen Zigarettenkippen informieren.
Allein in Deutschland werden jährlich etwa 106 Milliarden Zigaretten geraucht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass zwei Drittel aller gerauchten Zigaretten auf dem Boden landen. Zigarettenfilter bestehen aus Plastik, das sich zu gefährlichem Mikroplastik zersetzt. Studien gehen davon aus, dass Zigarettenkippen noch bis zu 10 Jahre rund 7000 gefährliche Schadstoffe (darunter Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Benzol) an die Umwelt freigeben können. Wenn sie mit Wasser in Berührung kommen, löst sich nach nur einer halben Stunde bereits etwa die Hälfte des Nervengifts Nikotin. Eine einzelne Zigarettenkippe kann so 1000 Liter Wasser verseuchen. Damit wird der Lebensraum für kleine Wassertiere zerstört. Andere Tiere halten die giftigen Zigarettenfilter für Nahrung und Vögel nutzen die Reste der Kippen zum Nestbau – mit fatalen Folgen.
Die zahlreichen Passanten, mit denen die Freiwilligen ins Gespräch kamen, reagierten positiv auf die Aktion. Die Meinungen reichten von der Forderung nach mehr Aschenbechern im öffentlichen Raum, in den Außenbereichen der Gastronomie und auf Personalparkplätzen bei Unternehmen bis hin zu Bußgeldern für das Wegwerfen von Kippen, wie sie in Aalen und anderen Städten schon existieren. „Unsere Aktion war ein voller Erfolg, auch wenn es uns lieber wäre, dass diese Art von Müll erst gar nicht im öffentlichen Raum landete. Das würde auch das Team des Baubetriebshofs entlasten“, die Initiatorin der Aktion, Jutta Jakob, vom BUND Ellwangen. „Insbesondere im Hinblick auf eine nachhaltige Landesgartenschau 2026 sollten Naturschutz und eine einladende, saubere Stadt Hand in Hand gehen.“ Mehr Informationen zu den Folgen von Kippendreck: "https://www.bund-sh.de/meere/zigarettenkippen/ & "https://www.bund-sh.de/meere/zigarettenkippen/" .