Zwei Fahrrad-Demonstrationszüge treffen sich jeweils gegen 15:15 Uhr in Aalen und Heidenheim vor dem Rathaus und starten kurz später zu einer Fahrt über die B19 in Richtung Oberkochen. Dort ist für 16:30 Uhr eine gemeinsame Kundgebung ebenfalls vor dem Rathaus (Eugen-Bolz-Platz) geplant. Für die Aalener erfolgt die Rückfahrt über Nebenstrecken, für die Heidenheimer endet die Veranstaltung in Oberkochen. Organisiert wird die Demonstration vom BUND Ostwürttemberg, dem VCD Heidenheim, dem ADFC und dem Klimaentscheid Aalen. Fridays for Future und der DGB rufen mit auf und unterstützen die Veranstaltung. Weitere Informationen zum Ablauf, dem geplanten Streckenverlauf und den Forderungen findet Interessierte auf der Seite des BUND Ostwürttemberg.
„Im November wird der Mobilitätspakt Aalen-Heidenheim wohl erneuert werden und alle freuen sich über die Finanzierungszusagen des Landes für die Elektrifizierung der Brenzbahn, doch außer Planungen und einem Mitfahrer-Netzwerk PENDLA, das noch nicht mal die Mitarbeiter des Landratsamts kennen, ist noch nicht viel zu sehen", meint Andreas Wenzel, einer der beiden Regionalgeschäftsführer des BUND Ostwürttemberg.
„Der Verkehr im Brenz- und Kocher-Tal zwischen Aalen und Heidenheim nimmt immer noch zu. Nach derzeitiger Planung werden zur ‚Lösung’ des Problems nur die Straßen weiter ausgebaut, was jedoch den Individualverkehr insgesamt steigert und die Probleme nur verlagert bzw. sogar noch vergrößert. Das finden wir falsch, weil so die Klimaschutzziele verfehlt werden. Wir wollen, dass ÖPNV, Brenzbahn und Radwege ausgebaut werden, wie im ,,Mobilitätspakt" anfangs angesprochen und erwünscht.“ sagt Sebastian Hyneck, Kreisvorsitzender des VCD Heidenheim.
Susanne Garreis vom ADFC ergänzt: „Unsere Botschaft ist klar: Radfahren muss für alle möglich, sicher, komfortabel und selbstverständlich sein. Denn: Tag für Tag müssen wir uns die wenigen Fahrradstraßen mit Autofahrenden teilen oder werden auf die Fußwege gedrängt. Große Straßen wie die B19 und B29 sind dagegen dem Autoverkehr allein vorbehalten. Aber einmal im Jahr demonstrieren wir genau dort für mehr Platz für uns Radfahrende. Wir erleben, wie unsere Mobilität aussehen könnte, wenn sie sich an den Menschen orientiert – und nicht nur am Auto.“
Jenseits politischer Forderungen freut sich das Organisationsteam darauf „völlig legal, sicher und ganz in Ruhe auf der B19 zu radeln zu können". „Auch um Unfälle zu vermeiden werden wir in gemäßigtem Tempo fahren" erklärt Andreas Mooslehner. Das Thema Sicherheit ist den Organisierenden auch sonst sehr wichtig. So sollen möglichst alle Teilnehmenden Fahrradhelme tragen. Im vergangenen Jahr hatte der BUND eine Demonstration auf der B29 zwischen Aalen und Gmünd organisiert und 2023 auf der B19 mit fast der gleichen Strecke ebenfalls zwischen Aalen und Heidenheim mit einer Kundgebung in Oberkochen.