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Regionalverband Ostwürttemberg

Schmetterlinge schützen

Schmetterlinge sind der Inbegriff des Sommers. Sie strahlen Leichtigkeit und Ruhe aus und begeistern durch Farben und Muster. Der BUND setzt sich mit seinem Naturschutzschwerpunkt Schmetterlingsland Baden-Württemberg für die Lebensräume der heimischen Falter ein und bietet Menschen, Kommunen und Organisationen Möglichkeiten aktiv zu werden.

Die Region Ostwürttemberg muss Schmetterlingsland werden

Der Tanz der Sommervögel über der Blumenwiese, das Schillern von hundert Farben im Sonnenlicht untermalt vom Summen und Zirpen von Bienen, Hummeln, Grillen ist für viele Kindheitserinnerung und Inbegriff des Sommers. 

Doch die Möglichkeiten für dieses Erlebnis werden immer seltener – ist es bald nur noch Erinnerung? Der BUND hat das „Schmetterlingsland Baden-Württemberg“ ausgerufen, um die Schönheit und die Gefährdung der Tagfalter Baden-Württembergs allen Bürgerinnen und Bürgern ins Bewusstsein zu bringen. Gemeinsam mit Politik und Verwaltung, Land- und Forstwirtschaft will der BUND die Schmetterlingslebensräume verbessern.

Baden-Württemberg verarmt: Fast 80 Prozent unserer Tagfalter stehen auf der Roten Liste, 20 Prozent sind schon ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Auch einstmals häufige Arten wie Mauerfuchs, Kaisermantel und Schwalbenschwanz werden seltener.

Baden-Württemberg ist reich: Immer noch reich an verschiedenen Tagfalterarten. Und wir haben die Kenntnisse und die Mittel, um den andauernden Verlust an Arten und Lebensräumen zu beenden. Wir müssen es nur wollen und Prioritäten anders setzen. 

Schmetterlinge auf blumenbunten Wiesen sind der Inbegriff des Sommers. Sie strahlen Leichtigkeit und Ruhe aus und begeistern durch unzählige Farben und Muster. Doch Kaisermantel & Co sind bedroht! Um sie zu schützen, brauchen wir spezielle Artenschutzprojekte, aber auch viel mehr blühende Wiesen, Ackerraine, Hecken, gestufte Waldränder und naturnahe Bach- und Grabenränder überall in der Landschaft.

Auch artenreiche Gärten und Balkonkästen helfen dabei, dass Kinder auch künftig noch darüber staunen können, wenn ein Falter aus der Puppe schlüpft.

Gefährdungsursachen

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Auto- und Industrieabgase

Gefährlich wird es zudem für viele Schmetterlingsarten, die auf nährstoffarmen Standorten leben. Abgase aus Industrie und Verkehr sowie Düngemittel der Landwirtschaft begünstigen stickstoffbedürftige Pflanzen auf Kosten der Futterpflanzen vieler seltener Arten. 

Flächenverbrauch

Eng wird es für Schmetterlinge – auch, weil immer mehr Freiflächen überbaut werden, weil immer mehr Straßen, Gewerbegebiete, Supermärkte und Häuser einstmals bunte Wiesen verdrängen. 

Forstwirtschaft

Der Einsatz von Chemikalien in der Forstwirtschaft gefährdet Schmetterlinge ebenso wie sterile Fichtenforste, die von fast allen Arten gemieden werden. 

Gentechnik

Wie transgene Pflanzen auf Schmetterlinge wirken, wurde bisher vor allem an Bt-Mais untersucht. Dieser "insektenresistente", gentechnisch veränderte Mais bildet in jeder seiner Zellen das Gift des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis (Bt). Es tötet die Insekten, die von ihm fressen. Damit soll der Mais vor Schaden durch Raupen des Maiszünslers bewahrt werden, einem nachtaktiven Schmetterling. Dem Gift des Bt-Mais sind jedoch auch andere Insekten und Spinnentiere ausgesetzt, die sich auf dem Maisfeld oder in dessen Nähe aufhalten. Heimische Schmetterlinge wie Schwalbenschwanz, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Kohlmotte und Kleiner Kohlweißling werden durch Pollen von Bt-Mais in ihrer Entwicklung beeinträchtigt oder gar getötet. Der Anbau des Bt-Mais "Mon 810" ist in der EU erlaubt. Einzelne Länder haben ein Anbauverbot verhängt – so auch Deutschland im April 2009. 

Landwirtschaft

Lebensfeindlich für nahezu alle Schmetterlingsarten sind Hochleistungsäcker mit Raps-, Mais- oder sonstigen Monokulturen ohne Randstreifen. Das gleiche gilt für überdüngte Wiesen mit schnellwachsenden Hochleistungsgräsern, die andere Pflanzen verdrängen.  Durch Unkrautvernichtungsmittel werden zudem die verbliebenen Fraßpflanzen der Raupen und die Nektarquellen der Falter dezimiert. Schmetterlingsarten, die auf feuchte Lebensräume oder gar Moore angewiesen sind, sind durch Trockenlegungen selten geworden. 

Schmetterlinge entdecken

Mitmachen + Spenden

Schmetterlingsausstellung in Ihrer Gemeinde

Eröffnung der Schmetterlingsausstellung in Abtsgmünd (Bild: Hans-Peter Horn)

Der BUND hat in Kooperation mit örtlichen Akteuren die Ausstellung Schmetterlingsland bereits in Schwäbisch Gmünd, Abtsgmünd und Aalen gezeigt und in ein Veranstaltungsprogramm eingebettet. Haben Sie Interesse? Melden Sie sich bei uns!

 

 

Schmetterlinge züchten mit Kindern

Distelfalter im Anzuchtkorb kurz vor dem Freilassen (Bild: Andreas Mooslehner)

Über 1000 Kinder haben bei unseren regionalen Aktionen die Metamorphose des Distelfalters von der Raupe zum Falter erlebt und ihre Schützlinge freigelassen. Die Anzuchtsets sind auch in BUND Shop erhältlich

Naturpädagogik Seminar Schmetterling

Fortbildung Schmetterling flieg! mit Angela Klein in Schwäbisch Gmünd (Bild: Andreas Mooslehner

Wollen Sie Erzieher*innen oder Lehrer*innen zum Thema Schmetterlinge fortbilden? Wir unterstützen Sie bei der Organisation eines Tagesseminares. 

Ansprechpartner

Andreas Mooslehner, BUND Regionalgeschäftsführer

Andreas Mooslehner

BUND Regionalgeschäftsführer
Gmünder Str. 9 73430 Aalen E-Mail schreiben Tel.: 07361 5559773

Webseite

Hier finden Sie die Informationen zur BUND Ausstellung

Schmetterlingen helfen

Schmetterlinge brauchen unsere Hilfe. Erfahren Sie alles Wissenswerte über Schmetterlinge, ihre Lebensweise, was sie bedroht – und vor allem wie jeder einzelne etwas zum Schutz der Schmetterlinge beitragen kann. 

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